NOTGEMEINSCHAFT DER
FLUGHAFEN-ANLIEGER HAMBURG E.V.
Holitzberg 120 - 22417 Hamburg - Telefax: 040/530 51 250
Mitglied in der Bundesvereinigung
gegen Fluglärm e.V
http://www.fluglaerm.de/hamburg/
Unfälle
mit größeren Flugzeugen
analysiert in Hinblick auf Risiken des Flughafens Hamburg
Als innerstädtischer Großflughafen weist der Flughafen
Hamburg Fuhlsbüttel ein besonders hohes Risiko- und Schadenspotential
auf. Bislang haben sich Flughafen und Senat (Landesregierung) von Hamburg
aus Angst vor den Ergebnissen gescheut, eine detaillierte Sicherheits-,
Risiko- und Schadensanalyse anzufertigen:
- Die Einflugschneisen sind dicht bebaut
- Die Startbahnköpfe grenzen an Wohn- und Gewerbebebauung
sowie an Hauptverkehrssstraßen
- Die beiden Start- und Landebahnen kreuzen sich.
- Um von den Landebahnen über die Taxiways zu den
Abstellpositionen zu kommen, muss vielfach eine Startbahn gequert
werden.
- Die Einflugschneise 23 (Mehrzahl aller Landungen) kreuzt
eine wichtige Rettungshubschrauber-Route auf gleicher Höhe
- Zunehmend wird von den ILS-Landerouten abgewichen und erst
kurz vor dem Aufsetzen (in z.T. waghalsigen Kurven) auf die
Landerichtung eingeschwenkt.
- Es gibt keine Notfall- und Evakuierungspläne für
Problemlandungen oder eingetretene Flugzeugunglücke im
Flughafenumfeld.
Die Notgemeinschaft der Flughafenanlieger gibt einen
Überblick über einige jüngere Unfälle mit
Verkehrsflugzeugen im Nahbereich von Verkehrsflughäfen 1)
- 29.01.2004 Hamburg (Deutschland):
Beinahe-Zusammenstoß (near crash) auf dem Landebahnkreuz Hamburg
Fuhlsbüttel - Airbus A 319 und Fokker 50
-
- Flughafen Hamburg Fuhlsbüttel (Deutschland)
- Kein Unfall sondern "schwere Störung". Um 18:55
Uhr landete die Fokker 50 auf der Runway 23 (über Langenhorn)
und rollte auf der parallel zur Startbahn I verlaufenden Rollbahn L
zurück. Nachdem die Besatzung um 18:56:30 Uhr die Rollerlaubnis
erhalten hatte, schaltete sie auf die unkfrequenz der
Vorfeldkontrolle um. Um 18:58:18 Uhr erhielt der Airbus A 319 die
Starterlaubnis und begann den Startvorgang auf der Startbahn II. Der
DFS-Lotse versuchte die Fokker per Funk zu erreichen. Dies gelang
jedoch nicht, da die Fokker bereits auf der - anderen - Funkfrequenz
war. An der Halteposition L der Startbahn 33 waren die runway
guard lights eingeschaltet, die jedoch von der Besatzung der
Fokker nicht bemerkt wurden. Bei 100 km/h Geschwindigkeit brach die
Besatzung des Airbus den Startvorgang ab, weil von links die Fokker
heranrollte.
- keine Verletzten
- Dieser Beinahe-Unfall zeigt das Risikopotential des gekreuzten
Start-Landebahn-Systems. Als problematisch erweist sich, dass die
Vorfeldkontrolle von der DFS abgekoppelt ist und auf einer anderen
Frequenz arbeitet. Der Beinahe-Unfall hätte vermeiden werden können,
wenn am Flughafen Hamburg vollständig nach dem fail safe
prinzip gearbeitet würde. Dies würde u.a. erfordern, dass
grundsätzlich nur ein Flugzeug im Bereich der Start- und
Landebahnen sein dürfte und Starterlaubnisse erst dann erteilt
werden, wenn sichergestellt ist, dass kein Fahrzeug mehr im Bereich
der Startbahnen (auch nicht kreuzend) ist. Dieser Grundsatz wird
aber - wie der Vorfall zeigt - nicht eingehalten. Hintergrund sind
die Kapazitätsprobleme des Flughafens Fuhlsbüttel.
- Datenquelle und weitere Informationen: Bundesstelle für
Flugunfalluntersuchungen
http://www.bfu-web.de/Bulletin/Bulletin0401.pdf
Aktenzeichen EX003 - 1/04 und EX003 - 1/04
- 05.01.2004 München (Deutschland):
Austrian Airlines Fokker 70: Ausfall beider Triebwerke im Landeanflug,
Notlandung glückt dank freiem Feld
- Flughafen München (Deutschland)
- Austrian Airlines Flug OS 111 war nach dem Start am Wiener
International Airport Schwechat (VIE) im Landeanflug auf den Münchner
Franz Josef Strauss Airport (MUC). Kurz nach 08:00 Uhr meldete sich
das Eiswarnsystem, die Anti-Eis-Systeme wurden in Betrieb genommen.
Gegen 8:06 Uhr traten Vibrationen in den Rolls-Royce-Triebwerken
auf. Gegen 8:14 erhielt das Flugzeug Landeerlaubnis auf der Südbahn
des Flughafens München. Inzwischen fiel der Schub jedoch so
weit ab, dass die Landebahn nicht mehr erreicht werden konnte. Um
8:17 setzte die Maschine auf einem verschneiten Feld in der Nähe
von Erding auf, wobei das Bugfahrwerk zerstört wurde und
Rumpfschäden auftraten. Das Flugzeug rutschte auf dem Feld nach
dem Aufsetzen noch 236 Meter weit.
- 28 Passagiere, 4 Crew, 8 leicht Verletzte
- Dieser Unfall zeigt erneut, dass auch renommierte europäische
Fluggesellschaften mit neuen Maschinen auf westlichen Flughäfen
mit vollständiger Sicherheitsausstattung betroffen sein können.
Zudem zeigt er, dass bei zweimotorigen Jets ein Ausfall beider
Triebwerke - trotz guter Wartung - möglich ist. Austrian
Airlines-Maschinen landen häufig auf dem Flughafen Hamburg.
Es entbehrt also jeder Grundlage, wenn behauptet wird, so ein
Unfall könnte in Hamburg nicht passieren.
- Dieser Unfall beweist erneut, wie richtig die Entscheidung in München
war, den innerstädtischen Flughafen Riem zu schließen und
einen Ersatzflughafen außerhalb der Stadt zu bauen. Diese
Konsequenz muss angesichts der massiven Sicherheitsmängel auch
für den Flughafen Hamburg gezogen werden.
- Der Segelflug-erfahrene Pilot der Austrian Airlines konnte die
Situation nur deswegen in München so hervorragend meistern,
weil die Einflugschneisen dort frei sind. Im Landeanflug auf Hamburg
hätte der Pilot keine Chance gehabt, das Flugzeug heil an den
Boden zu bringen. Bei einer Landung auf der Hamburger Runway 23 oder
der Runway 05 (zusammen mehr als 65 % aller Landungen) wäre die
Maschine direkt in dicht bebaute Wohn- und Geschäftsgebiete
Langenhorns und Hummelsbüttels bzw. Stellingens und Lokstedts
gerast. In der entsprechenden Entfernung befinden sich die Großsiedlung
Tegelsbarg auf der einen Seite, die AOL-Arena und die
Color-Line-Arena auf der anderen Seite. Auch im Anflug über
Norderstedt gibt es kaum hinreichend langen Freiflächen. Bei
einem Anflug über die selten benutzte Landerichtung 33 wäre
Alsterdorf betroffen gewesen. In jedem Fall wäre mit
erheblichen Folgen für die Menschen am Boden zu rechnen. Aber
auch für Passagiere und Crew sind die Schadensrisiken in
Hamburg erheblich höher. Da eine Bruchlandung in Hamburg
praktisch in jedem Fall zu einer Kollision mit Gebäuden oder
mit Fahrzeugen auf den Hauptstraßen führt, wären
Chancen, einen solchen Flug nach Hamburg ohne schwerste oder tödliche
Verletzungen zu überleben, denkbar gering.
- 22.06.2003 Brest (Frankreich): Air France
Canadair Regional Jet 100ER stürzt im Landeanflug ab, 2 km vor
Landebahn.
- Flughafen Brest (Frankreich)
- Air France Flug AF 5672, der Nachtflug von Nantes nach Brest,
startete in Nantes um 23:15 Uhr. Für den Anflug auf den
Flughafen Brest wurde die Canadair Regionaljet 100 ER (Baujahr 2000,
6.000 Flugstunden) auf Rundway 26L geleitet, eine 3.100 m lange, mit
ILS ausgestattete Landebahn. Während des Landeanflugs kam die
Maschine nach Backbord ab. Zunächst war das Flugzeug über
dem Gleitpfad, dann unter dem Gleitpfad. Als die Canadair weiter
unterhalb des Gleitpfades blieb, sprach das Ground Proximity Warning
System (GPWS) an, (25 Sekunden vor dem Aufprall). Die Besatzung gab
mehr Schub. Der Jet berührte den Boden mit ausgefahrenem
Fahrwerk auf einem Feld und kollidierte mit einigen Hindernissen.
Nach 150 m kam das Flugzeug zuum Stillstand. Die Entfernung betrug
2150 m von der Landeschwelle, die Seitenabweichung 450 m. Passagiere
und Crew wurden bis auf den Flugkapitän evakuiert, das Flugzeug
fing Feuer. Der Pilot starb, der Copilot und zwei Passagiere wurden
verletzt. Die Wetterbedingungen waren durchschnittlich (Wind NW mit
9 Knoten, Sichtweite 800 m, Wolken oberhalb 200 Fuß.
- 24 Passagiere, 3 Crew, davon 1 Todesfall.
- Dieser Unfall zeigt, dass auch renommierte europäische
Fluggesellschaften mit neuen Maschinen auf westlichen Flughäfen
mit vollständiger Sicherheitsausstattung betroffen sein können.
Air France - Maschinen landen häufig auf Hamburg airport. Die
Canadair Regionaljets zählen zu den häufigen Flugzeugtypen
am Hamburger Flughafen. und gelten als besonders sicher. Die
Maschine hatte sogar ein funktionierendes Bodenabstandswarngerät
installiert, das auch ansprach. Dieses Sicherheitsmerkmal ist nicht
bei jedem in Hamburg landenden Flugzeug vorhanden. Der Flughafen
Brest ist hinsichtlich der Landebahn und des ILS direkt mit
Hamburg-Fuhlsbüttel vergleichbar. Es entbehrt also jeder
Grundlage, wenn behauptet wird, so ein Unfall könnte in Hamburg
nicht passieren.
- Es gibt allerdings einen schwerwiegenden Unterschied: Während
in Brest eine Bruchlandung auf einem Feld möglich war, wäre
der Jet bei einer Landung auf der Hamburger Runway 23 oder der
Runway 05 (zusammen mehr als 65 % aller Landungen) direkt in dicht
bebaute Wohn- und Geschäftsgebiete Langenhorns und Hummelsbüttels
bzw. Stellingens und Lokstedts gerast. Bei dieser Seitenabweichung wäre
auch auf der Runway 15 Siedlungsgebiet betroffen gewesen, nämlich
Garstedt, der westliche Stadtteil Norderstedts. Bei einem Anflug über
die selten benutzte 33 wäre Alsterdorf betroffen gewesen. In
jedem Fall wäre mit erheblichen Folgen für die Menschen am
Boden zu rechnen. Aber auch für Passagiere und Crew sind die
Schadensrisiken in Hamburg erheblich höher. Da eine
Bruchlandung in Hamburg praktisch in jedem Fall zu einer Kollision
mit Gebäuden oder mit Fahrzeugen auf den Hauptstraßen führt,
wären Chancen, einen solchen Flug nach Hamburg ohne schwerste
oder tödliche Verletzungen zu überleben, denkbar gering.
- Dieser Unfall zeigt sehr deutlich, dass ein so risikoreicher
Flughafen wie Hamburg-Fuhlsbüttel nicht weiter ohne Risiko- und
Unfallfolgenanalyse und ein darauf abgestimmtes Sicherheitskonzept
betrieben werden darf. Sicherheit muss auch für Flughafen
Hamburg höchste Priorität erhalten. Dies bedeutet auch
einen Verzicht auf weiteres Verkehrs- und damit Risikowachstum in
Fuhlsbüttel. Mittelfristig muss der Flughafen Hamburg freie
Einflugschneisen haben. Das geht nur durch eine Verlagerung auf das
bereits angekaufte Ersatzgelände.
- Weitere Informationen und
Karte: http://aviation-safety.net
- 27.11.2001 Port Harcourt: Boeing 747 der
MK stürzt 700 m vor Landebahn ab
- Flughafen Port Harcourt (Nigeria)
- Die Frachtmaschine Boeing B 747 der MK war auf dem Flug vom
Flughafen Luxemburg Findel nach Port Harcourt. Das Flugzeug war im
Landeanflug und stürzte 700 m vor dem Landebahnkopf ab. Beim
Flugzeugabsturz zerbrach die Maschine, der Bug wurde abgetrennt, im
Rumpf brach ein Feuer aus. .
- 13 Crew, davon 1 Todesfall, 12 Überlebende.
- Bei einem vergleichbaren Flugzeugunglück auf dem Flughafen
Hamburg wären die Folgen aufgrund der dichten Bebauung weitaus
schwerer gewesen. Ein Crash 700m vor der Landebahn hätte
beispielsweise das Stadtteilzentrum Langenhorn und die U1 (Runway
23) oder die Kollaustraße (Runway 05) betroffen.
- Weitere
Informationen und Karte: http://aviation-safety.net
- 24.11.2001 Zürich: AVRO RJ100 der
Crossair stürzt im Landeanflug ab
- Flughafen Zürich-Kloten (Schweiz)
- Der Crossair-Flug LX 3597 war aus Berlin kommend im Landeanflug
auf den Flughafen Zürich-Kloten, Runway 28. Der Landeanflug
derAVRO RJ 100erfolgte zu tief. Das Flugzeug stürzte kurz nach
22:00 Uhr knapp 2 km vor der Landebahnschwelle in einen Wald bei
Birchwiler und brannte aus. Pilot und Copilot galten als sehr
erfahren.
- 28 Passagiere, 5 Crew. 10 Tote, 14 Vermisste, 9 Überlebende.
- Crossair hat bereits einige schwere Unglücke und Zwischenfälle
zu verzeichnen. Die Fluglinie fliegt auch Hamburg an.
- Bei einem vergleichbaren Flugzeugunglück auf dem Flughafen
Hamburg wären die Folgen noch erheblich schwerer gewesen. In
der Entfernung der Absturzstelle sind die Einflugschneisen,
beispielsweise die Hauptlanderoute 23, dicht mit z.T. fünfstöckigen
Häusern bebaut. Mehrere Hauptverkehrsstraßen und
Bahnlinien befinden sich in dieser Entfernung von den
Landeschwellen.
- Weitere
Informationen und Karte: http://aviation-safety.net
- 12.11.2001 New York: Airbus A300 der
American Airlines stürzt nach dem Start in ein Wohngebiet
- John F. Kennedy Airport, New York (USA)
- American Airlines Flug 587 startete um 9:13 Ortszeit von Runway
31R. Kurz nach dem Start gab es ein Rütteln. Der Airbus A300 B4
stieg auf 800 m Höhe, bevor er auf dem Radarschirm verschwand. Über
der Jamaica Bay verlor der Airbus Teile des Seitenleitwerks. Ursache
sind möglicherweise Wirbelschleppen einer Boeing der Japan
Airlines, die 1:45 Minuten vorher startete. Die Leitwerksteile stürzten
in das Wasser. Der Airbus geriet außer Kontrolle und stürzte
steil in das Wohngebiet Rockaway des Stadtteils Queens. Die
Triebwerke schlugen separat im Bereich der Newport Avenue ein. Der
Einschlag des Flugzeugs erfolgte teilweise in das Wasser und auf den
Strand. Mehrere Wohnhäuser wurden betroffen und gerieten in
Brand. Laut "Spiegel"
wird die Schadenshöhe auf über 1 Milliarde Dollar geschätzt.
- 265 Todesopfer (5 Anwohner, 9 Crew, 251 Fluggäste).
- Der Unfall zeigt, dass auch Bereiche deutlich seitlich der
normalen Abflugwege gefährdet sind. Der Aufprall erfolgte in
einem der weniger von Fluglärm betroffenen Gebiete Rockaways.
Zugleich macht er deutlich, welche Brandgefahren bei einem Absturz während
des Starts und initial climbs auftreten. Bei einem vergleichbaren
Flugzeugunglück auf dem Flughafen Hamburg wären die Folgen
noch erheblich schwerer gewesen. Die Bebauung in Hamburg ist
wesentlich dichter, es stehen in den Abflugschneisen kaum Wasser-
oder Freiflächen zur Verfügung. Auf Hamburg übertragen,
wäre bei einem solchen Absturz beispielsweise das
Alster-Einkaufszentrum betroffen gewesen.
- Links:
- 29.08.2001 Malaga: CASA CN-235 der Binter
Méditerraneo macht Bruchlandung 400 Meter vor Landebahn
- Flughafen Malaga (Spanien)
- Binter Flug Nr. 8261 startete 37 Minuten verspätet in
Melilla um 9:37 Uhr. Um 10:17 Uhr meldete der Pilot Probleme mit
einem der Triebwerke. Die CN-235 (Kennzeichen EC-FBC, Baujahr 1990)
machte eine Bruchlandung wenige Meter vor der Nationalstraße
N-340, etwa 400 Meter vor dem Kopf der Runway 32 des Ruiz Picasso
Flughafens, Malaga. Nach dem Crash waren mehrere Passagiere für
etwa 10 Minuten im Flugzeug gefangen bevor die rechte Tür geöffnet
werden konnte.
- 4 Tote (2 Crew, 2 Passagiere), 43 Überlebende
- Wäre dieses Unfallgeschehen in Hamburg abgelaufen, so wäre
in jedem Fall eine vielbefahrene Hauptstraße (Langenhorner
Chaussee, Kollaustraße, Ohechaussee, Alsterkruchchaussee
betroffen gewesen. Im Unterschied zu Malaga hätte das Flugzeug
jedoch nicht vor der Straße auf freiem Feld landen können
sondern wäre gegen Häuser geprallt. Es kann mit an
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden,
dass ein vergleichbares Unfallgeschehen das Todesurteil nicht nur für
sämtliche Crewmitglieder, sondern auch für alle Passagiere
und viele Anwohner sowie Autofahrer bedeutet hätte.
- Weitere Informationen (englisch) mit beeindruckendem Bildmaterial
http://aviation-safety.net/
- 17.03.2001 Detroit: Airbus A320 rutscht
von der Landebahn
- Flughafen Detroit Metropolitan Airport (Michigan, USA)
- Northwest Airlines Flug Nr. 985 startete um 06:00 EST von Detroit
nach Miami. Der Pilot brach den Start ab, das Flugzeug rutschte von
der mittleren Startbahn ab.
- 3 Verletzte
- Während der Flughafen Detroit 3 Startbahnen hat, von denen
die mittlere (die in diesem Fall betroffen war) einen erheblichen
Abstand (über 1000 Meter) von der Flughafengrenze hat, sind in
Hamburg die seitlichen Abstände zwischen Startbahnen und dem
Flughafenzaun sehr gering. Ein Abkommen von der Startbahn bedeutet
in Hamburg im Regelfall das Verlassen des Flughafengeländes und
die Kollision mit Gebäuden oder Straßenverkehr.
- Weitere Informationen (englisch)
http://aviation-safety.net/
- 31.10.2000 Taipeh Airport: Jumbo-Jet der
Singapore Airlines stürzt beim Start ab.
- Flughafen Taipei - Chang Kai Shek IAP (Taipeh, Taiwan)
- Singapore Airlines Flug Nummer 006 startete von Singapore zum
Flug anch Los Angeles mit Zwischenstopp in Taipeh. Der Start in
Taipeh war für 22:55 Uhr vorgesehen. Um 23:18 bekam die Boeing
B 747-400 Startfreigabe für Runway 05L. Es herrschte Sturm aus
NNO mit 41 mph Windgeschwindigkeit sowie schwerer Regen. Kurz nach
dem Takeoff stürzte die Maschine auf die Startbahn, zerbrach
und fing Feuer. Das Flugzeug rutschte weiter auf die parallele
Startbahn 05R, die wegen Bauarbeiten zwischen den Taxiways N4 und N5
geschlossen. war.
- 81 Tote, 98 Überlebende
- Der Unfall zeigt einerseits, dass auch schwere Flugzeugunfälle
auf dem Flughafengelände selbst Überlebenschancen bieten,
wenn die Flughafenfeuerwehr gut genug ausgerüstet ist (in
diesem Punkt ist in Hamburg vergleichsweise gut vorgesorgt).
Andererseits zeigt der Unfallablauf, dass ein Unfall dieser Art in
Hamburg nicht auf das Flughafengelände beschränkt
geblieben wäre: in Hamburg gibt es keine parallelen
Startbahnen. Jede Abweichung nach links oder rechts führt zur
Kollision mit Gebäuden und Hauptverkehrsstraßen. Wäre
der Unfall so in Hamburg geschehen, wären betroffen gewesen:
- Bei Start Runway 05: Flughafen-Terminal 1, Flughafenstraße
und UFU
- Bei Start Runway 15: Geschäftsfliegerzentrum und
Lufthansa-Technik
- Bei Start Runway 23: Niendorf
- Bei Start Runway 33: UFU und Wohngebiete des westl.
Langenhorn
- Weitere Informationen (englisch)
http://aviation-safety.net/
- 06.10.2000 Aeromexico DC 9 rast über
Landebahn hinaus - 4 Anwohner getötet
- Flughafen Reynosa (Mexico)
- Aeromexico Flug Nr. 250 landete von Mexico City kommend in
Reynosa. Das Flugzeug schaffte es nicht, vor dem Ende der Landebahn
zu stoppen. Die McDonnel Douglas DC-9 durchbrach mehrere Häuser
und tötete 4 Menschen, darunter 3 Kinder. Nach Angaben von
Aeromexico hatte der Flugkapität mehr als 10.300 Flugstunden
und war seit 1983 vielfach auf dem Reynosa Airport gelandet.
- 4 Tote.
- Der Unfall zeigt die Gefährdung der Bevölkerung, wenn
die Startbahnenden in besiedeltes Gebiet hineinragen. In Hamburg
sind die Verhältnisse eher noch problematischer: Alle
Landebahnen enden an Hauptverkehrsstraßen, zumeist in
Wohngebieten. Auffangeinrichtungen, die überschießende
Flugzeuge sicher vor dem Landebahnende stoppen, gibt es nicht. Nach
den Unglück von Buenos Aires und dem
von Sacramento ist dies bereits der
dritte derartige Unfall in einem Jahr.
- Weitere Informationen (englisch)
http://aviation-safety.net/
- 23.08.2000 Gulf Air Airbus A320 stürzt
bei Landeanflug ins Meer
- Flughafen Manama/Bahrein
- Gulf Air Flug Nummer GF072 war auf dem Weg von Kairo nach
Bahrein. Das Flugzeug unternahm 2 Landeanflüge auf den
Flughafen der Hauptstadt Bahreins, beim dritten Landeanflug stürzte
der Airbus gegen 17:40 GMT etwa 1,6 km vor dem Landebahnkopf in den
persischen Golf. Vor dem Absturz soll der Gulf-Airbus ungewöhnlich
niedrig geflogen sein. Das Unglücks-Flugzeug war im September
1994 von Airbus an Gulf Air ausgeliefert worden und hatte laut
Airbus in 13.848 Flügen rund 17.177 Flugstunden absolviert.
- 143 Tote (135 Passagiere, 8 Crew), keine Überlebenden.
- Gulf Air gilt zusammen mit Emirates als sicherste Fluglinie im
Nahost-Bereich. Auch dieser Flugunfall belegt, dass die Umgebung von
Flughäfen weitaus gefährdeter ist als die Flughafengelände
selbst. Überträgt man die Unfallstelle auf den Flughafen
Hamburg, so läge sie imitten von dichtbesiedelten Hamburger
Wohngebieten - beispielsweise Lokstedt, Langenhorn-Markt oder
Alsterdorf.
- Weitere Informationen (englisch)
http://aviation-safety.net/
- 25.07.2000 Air France Concorde Absturz
nach dem Start in Paris
- Flughafen Paris Charles de Gaulle (Frankreich/France)
- Die von der Reederei Deilmann gecharterte BAC Concorde 101 - Air
France Flug Nummer AF 4590 mit Ziel New York - startete um 16:42 Uhr
von Runway 28a. Vor dem Start fanden noch Auswechslungsarbeiten an
einem Triebwerk statt. Beim Start platzen ein oder zwei Reifen.
2.100 m nach dem Startpunkt verlor Triebwerk 2 an Schubkraft, kurz
darauf auch Triebwerk 1. Nach dem Start konnte das Fahrwerk nicht
eingezogen werden. Etwa eine Minute nach dem Abheben meldete der
Tower an den Piloten, dass am Heck des Flugzeugs Feuer zu sehen sei.
Der Pilot berichtete von Triebwerksproblemen und versuchte, den
Flughafen Paris Le Bourget zu erreichen. Die Concorde konnte den
Steigflug nicht aufrechterhalten, überwand noch die Autobahn A1
und stürzte auf das Hotel "hotelissimo". 1.600 m nach
dem Startpunkt wurde ein 40 cm langer Metallstreifen gefunden, der
nicht von der Concorde stammte. Das Metallstück wurde höchstwahrscheinlich
von einem Flugzeug der Continental Airlines verloren. Ebenso wurden
Teile von Reifen und Treibstofftank gefunden.
- 114 Tote (5 Anwohner, 100 Passagiere, 9 Crew), keine Überlebenden
- Das Flugzeug-Unglück zeigt, dass auch renommierte Airlines
wie Air France mit hervorragend ausgebildeten Piloten auch an
renommierten europäischen Flughäfen nicht vor Abstürzen
gefeit sind. Erneut zeigt sich bei diesem Flugunfall, dass die
Umgebung von Flughäfen weitaus gefährdeter ist als die
Flughafengelände selbst. Überträgt man die
Unfallstelle auf den Flughafen Hamburg, so läge sie im Bereich
der Autobahn A7 / Volksparkstadion. Im Gegensatz zu Paris sind in
Hamburg alle Abflugrouten dicht bebaut. Wäre das Concorde-Unglück
in Hamburg passiert, hätte es noch weitaus schlimmere Folgen
gehabt.
- Wie Anfang September bekannt wurde, wird der Schaden des Unfalls
von den Versicherungen der Air France auf über 150 Mio Dollar =
über 237 Millionen DM geschätzt. Neben Air France werden
voraussichtlich auch der Flughafen Paris, die Continental Airlines
und der Reifenhersteller Goodyear zahlen müssen.
- Umfangreiches Bildmaterial bei AirDisaster.com
(englisch)
- Informationen zum Thema Schadenshöhe u.a. bei "Die
Welt"
- Informationen für Hinterbliebene:
http://www.echo-deutschland.de
- 17.07.2000 Alliance Air B 737 stürzt
bei Landeanflug auf Wohngebiet (Patna, India)
- Flughafen Patna (Indien)
- Alliance Air Flug Nummer 7412 startete um 06:51 mit den Zielen
Patna, Lucknow und Delhi. Die Boeing 737-200 hatte um 7:30
Landeerlaubnis auf Runway 25, erbat jedoch noch eine Runde. Beim
zweiten Landeanflug kam das Flugzeug zu tief, die linke Tragfläche
berührte einen Baum und wurde abgerissen. Der Absturz erfolgte
2 km südwestlich von Patna airport in ein Wohngebiet von
Aneeshabad.
- mindestens 55 Tote (4 Anwohner, 45 Passagiere, 6 Crew)
- Das Unglück zeigt erneut, welche Gefahren beim Landeanflug über
Wohngebieten entstehen. Die Einflugschneisen des Flughafens Hamburg
sind weitaus dichter bebaut, dementsprechend ist das Risiko von
Kollisionen mit Gebäuden in Hamburg noch höher.
- 13.07.2000 Crossair-Maschine verfehlt
Landebahn Zürich
- Flughafen Zürich (Schweiz)
- Crossair Flug Nummer SR 3513 - ein AVRO ARJ 100 ("Jumbolino")
war in Düsseldorf mit dem Ziel Zürich gestartet. Der Pilot
setzte auf der Landebahn auf, kam aber nach etwa der Hälfte der
Ausrollstrecke mit ca. 40 Knoten Geschwindigkeit von der Piste ab.
Die Maschine kam dann auf der Grasfläche neben der Landebahn
zum Stehen.
- Keine Verletzten
- Der Flughafen Hamburg hätte aufgrund der sehr beengten Verhältnisse
ein Abkommen von der Landebahn höchstwahrscheinlich mit einem
Crash gegen Gebäude bestraft - mit drastischen Folgen für
Passagiere und Crew. Etwa an der Stelle wo - auf Hamburg übertragen
- der Avro-Jet zum Stehen kam, baut der Flughafen Hamburg demnächst
ein Terminal dicht an der Landebahn 1.
- 12.07.2000 Hapag-Lloyd Airbus A310
Notlandung Flughafen Wien-Schwechat
- Flughafen Wien-Schwechat (Österreich)
- Der 10 Jahre alte Hapag-Lloyd-Airbus A310 Flugnummer HF 3378
startete um 11:55 Uhr vom Flughafen Chania/Kreta (Griechenland) mit
Ziel Hannover. Nach dem Start konnte das Fahrwerk nicht eingefahren
werden. Um 13:00 Uhr über Budapest meldete der Pilot Wolfgang
Arminger Treibstoffverlust und Probleme mit beiden Triebwerken. Um
13:10 Uhr bat der Pilot um Notlandeerlaubnis in Wien Schwechat. Um
13:31 Uhr war der Kerosinvorrat erschöpft. Beide Triebwerke
fielen aus. Die Maschine ging im Gleitflug nieder. Die
Anflugbefeuerung 1 km vor der Landebahnschwelle konnte mangels Höhe
nicht überflogen werden, die Maschine wich seitlich aus. 500
Meter vor dem Landebahnkopf und drei Kilometer vom Hauptgebäude
des Flughafens setzte der Airbus auf einer Wiese neben der Landebahn
auf und drehte sich. Das linke Fahrwerk wurde abgerissen, die linke
Tragfläche und das linke Triebwerk brachen ab.
- 11 Verletzte
- Hapag-Lloyd zählt zu den Fluggesellschaften mit
vergleichsweise jungem und gut gewartetem Fluggerät. Der Pilot
gilt mit über 20.000 Flugstunden als besonders erfahren.
- Der Unfall zeigt, dass auch bei Fluggesellschaften und
Flugzeugtypen mit besonders gutem Ruf Unfälle nicht vermieden
werden können. In Hamburg wäre ein vergleichbarer
Fall erheblich schlimmer für Passagiere, Crew und
Unbeteiligte ausgegangen: Der Flughafen Hamburg verfügt nicht über
passende Notlandewiesen mit entsprechendem Abstand zur Bebauung. Wäre
der Airbus in Hamburg notgelandet, so wäre er mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit in Gebäude gerast. Passagiere und
Crew hätten in Hamburg keine Überlebenschancen gehabt.
- weitere Informationen
- 21.05.2000 East Coast Aviation Services
British Aerospace 3101 Jetstream 31 Scranton (USA)
- Scranton, USA
- Die Jetstram 31, ein zweimotoriges Turboprop-Flugzeug mit max. 32
Passagieren, startete um 10:30 in Atlantic City (NJ). Der erste
Landeanflug auf Wilkes-Barre - Scranton International Airport (KAVP
/ AVP) wurde abgebrochen. Beim zweiten Anflugversuch auf Runway 04
stürzte das Flugzeug gegen 11:48 in ein Waldgebiet 14 km südwestlich
vom Flughafen entfernt ab und brannte aus. Nach Anwohneraussagen gab
es Probleme mit den Triebwerken. Zuerst soll ein Triebwerk
ausgefallen sein, danach das zweite.
- 19 Tote, keine Überlebenden
- Nach Aussagen der Fluggesellschaft war die Crew in top-Form.
- Bei einem vergleichbaren Unfall in Hamburg wären die Folgen
noch weitaus schlimmer gewesen: in vergleichbarer Entfernung vom
Flughafen sind alle Einflugschneisen dicht bebaut. Der Absturz wäre
in dicht bebaute Wohn- oder Gewerbegebiete Altonas bzw. der
Elbvororte erfolgt und hätte höchstwahrscheinlich noch
Hauptverkehrsstraßen betroffen.
- 19.04.2000 Air Philippines Boeing B
737-2H4 Davao airport (Phil.)
- Davao Airport, Philippines
- Flug Nr. 541 war auf dem Flug von Manila nach Davao. Die Ankunft
war für 06:45 geplant. Um 6:56 - während des Landeanfluges
auf Runway 05 - erhielt die Crew Anweisung, aus Verkehrsgründen
die entgegengesetzte Runway 23 zu benutzen. Der letzte Funkkontakt
erfolgte um 07:01, als der Pilot eine Entfernung von 7 Meilen vom
Flughafen meldete. Das Flugzeug hatte Landefreigabe. Gegen 07:03 stürzte
die Maschine in eine Kokosplantage und fing Feuer.
- 131 Tote, keine Überlebenden
- Air Philippines gilt als sichere Airline (Sicherheitsstufe 1 im
FAA International Aviation Safety Assessment Program (IASA)) und erfüllt
die ICAO-Anforderungen
- Ein vergleichbarer Unfall hätte in Hamburg noch weitaus
schlimmere Folgen: in vergleichbarer Entfernung vom Flughafen sind
alle Einflugschneisen dicht bebaut. Der Absturz wäre in dicht
bebaute Wohn- oder Gewerbegebiete erfolgt und hätte höchstwahrscheinlich
noch Hauptverkehrsstraßen betroffen.
- 16.02.2000 Emery Airlines DC-8-71F
Sacramento airport (USA)
- Aiport Sacramento, California (USA)
- Das Flugzeug, eine Frachtmaschine, war gerade vom Flughafen
Sacramento-Mather gestartet, als die Crew Trimmungsprobleme meldete.
Kurz darauf, um 19:49 Ortszeit, stürzte die Maschine ab. Sie
prallte auf das Versteigerungs-Gelände einer Autoversicherung
und setzte dort über 100 Autos in Brand. Sie riss eine Schneise
von rund 250 Meter Breite und über 400 Meter Länge in das
Gelände.
- 3 Tote, keine Überlebenden
- Der Unfall zeigt, wie verheerend ein Absturz beim Steigflug in
Hamburg wäre. Über 30 Prozent der Starts erfolgen über
Stellingen, Eidelstedt, das Volksparkstadion und das Autobahndreieck
Nordwest (A7/A23), sowie die meistbefahrenen Stadtstraßen
Hamburgs (Kieler Straße, Kollaustraße).
- 30.01.2000 Kenya Airlines Airbus 310-304
(5Y-BEN) - Flug KQ 431
- Airport: Abidjan (Elfenbeinküste)
- Das Flugzeug stürzte bei gutem Wetter um 21:08 Uhr ca. 1
Minuten nach dem Abflug in den Atlantik, gut 1 km vom Flughafen
entfernt. Nach Aussage der Airline war das Flugzeug ordnungsgemäß
gewartet. Kenya Airlines, 26%-Tochter der KLM, gilt als einer der
sichersten Fluglinien der Welt.
- 169 Tote, 10 Überlebende
- Am Flughafen Hamburg hätte ein vergleichbarer Unfall zu
einer weitaus größeren Katastrophe geführt: Abstürze
nach dem take-off , die zum Aufprall hinter dem Startbahnkopf führen,
landen direkt in Wohngebieten. Zusätzlich zu Passagieren und
Besatzung müsste mit erheblichen Opfern unter der Wohnbevölkerung
gerechnet werden. Die Überlebenschancen der Flugzeuginsassen wären
- anders als bei einem Absturz in das Wasser - gleich null.
- 10.01.2000 Crossair Saab 340B Flughafen Zürich
- Airport: Zürich
- Das Flugzeug startete gegen 17:55 MEZ auf Runway 28. Nach wenigen
Minuten Steigflug erfolgte der Absturz etwa 8 km von Niederhasli (NW
Zürich-Kloten).
- 10 Tote (Crew und Passagiere), keine Überlebenden
- Am Flughafen Hamburg wäre ein vergleichbarer Unfall weitaus
schlimmer ausgefallen: Abstürze nach dem take-off , die zum
Aufprall hinter dem Startbahnkopf führen, landen direkt in
Wohngebieten.
- Konsequenzen für Hamburg
- 22.12.1999 Boeing B747 Korean Airlines
Flughafen London
- Airport: London Stansted
- Das Flugzeug hob ab zum Flug von London-Stansted nach Mailand
Malpensa. In geringer Höhe (300 Fuß) schossen Flammen aus
dem Flugzeug, das Flugzeug stürzte ab.
- 4 Tote (Crew)
- Am Flughafen Hamburg wäre ein vergleichbarer Unfall weitaus
schlimmer ausgefallen: Abstürze nach dem take-off , die zum
Aufprall hinter dem Startbahnkopf führen, landen direkt in
Wohngebieten.
- 21.12.1999 McDonnel-Douglas DC10-30, Air
Cubana, rast über Landebahnende hinaus
- Airport: Guatemala City-La Aurora (Guatemala)
- Das Flugzeug war auf dem Flug von Havanna nach Guatemala. Bei der
Landung wurde das Ende von Runway 19 überschritten. Das
Flugzeug kollidierte mit 10 Wohnhäusern, die an das Ende der
Landebahn angrenzten.
- 26 Tote (9 Anwohner, 15 Passagiere, 2 Crew)
- Auch am Flughafen Hamburg besteht eine ähnliche bauliche
Situation: Die Startbahnköpfe 23 und 05 enden in dicht bebauten
Wohngebieten mit Hauptverkehrsstraßen, der Startbahnkopf 15
endet an einer Vorbehaltsstraße und im Gewerbegebiet, der
Startbahnkopf 33 endet an einer Hauptverkehrsstraße mit
Streubebauung.
Links zum Thema Flugzeug-Unfälle /
Sicherheit des Flughafens Hamburg
1) Anmerkung: Diese Seite enthält
bei weitem nicht alle Flugzeug-Unglücke. Unfälle in besonders
problematischen Gebieten (z.B. Nord- und Zentralasien, Krisengebiete)
wurden nicht aufgenommen. Eine recht gute und weitgehend vollständige
Gesamtübersicht gibt es bei Aircraft Accident Digest.
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